BANDSCHEIBENVOFALL…und was ist dann?…

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#SkypersSports #Bandscheibenvorfall #WasKannManTunWennEsPassiert #RehaTraining

Liebe Sportsfreunde
Was tun bei einem Bandscheibenvorfall? Wo kommt er her ? Was ist danach? Kann ich wieder Sport machen, oder ist es das Ende der Fahnenstange?
Einer der Urängste vieler Sportler ab 40 ist der Bandscheibenvorfall. statistisch gesehen ist der Bandscheibenvorfall einer der am häufigsten vorkommenden Erkrankungen des aktiven und passiven Bewegungsapparates.

„Rückenprobleme kennen über 60 Prozent der deutschen Bevölkerung. Einen Bandscheibenvorfall erleiden jährlich rund 180 000 Menschen, von denen rund 70 000 bis 80 000 deswegen operiert werden. Einige Experten wie Jürgen Harms, Chefarzt der Orthopädie des SRH-Klinikums in Karlsbad (Baden-Württemberg), kritisieren diese Zahl jedoch als zu hoch. „Mindestens der Hälfte aller Operierten könnte mit einer konservativen Behandlung – also Physiotherapie, Rückenschule und Muskelaufbau – geholfen werden. Allerdings ist eine Bandscheibenoperation für eine Klinik lukrativ, wenn sie oft durchgeführt wird.“ Harms empfiehlt, nach einem Bandscheibenvorfall mindestens acht Wochen abzuwarten. „Viele Patienten wollen das zwar nicht, doch da der Zellkern nach dem Austreten aus dem Ring austrocknet und dadurch kleiner werden kann, verschwinden die Schmerzen unter Umständen von alleine.“ Sofort operiert werden sollte aber, wenn Inkontinenz oder Lähmungserscheinungen auftreten.“ (Quelle: Jürgen Harms, Chefarzt der Orthopädie des SRH-Klinikums in Karlsbad (Baden-Württemberg) im Tagesspiegel)“


…ABER WAS TUN WENN MAN SICH NICHT OPERIEREN LASSEN MÖCHTE ?…

Bandscheibenvorfall – Übergangsphase
In der Übergangsphase werden die Symptome bei Bewegungen und Belastungen geringer. Bewegungen, die während der akuten Phase noch sehr starke Schmerzen verursacht haben, funktionieren nun mit deutlich weniger Schmerzen. Jetzt sind gehen, sitzen und im Bett umdrehen fast schmerzfrei möglich. Schmerzmittel können schrittweise abgesetzt werden.
Die Übung, wie in der akuten Phase beschrieben, kannst du auch in dieser Phase weiterführen
Vermeide in der Anfangszeit sämtliche Übungen, bei der die Wirbelsäule rund wird. Das bedeutet zum Beispiel, dass Crunches oder SitUps hier ungeeignet sind. Denn durch Beugung nach vorne werden die Bandscheiben nach hinten verlagert. Genau die entgegengesetzte Richtung wäre hier angebracht.
Auch Seitneigungen sollten vorerst vermieden werden
Zudem solltest du Bewegungen vermeiden, bei denen du schlagartig starke oder weitere ausstrahlende Schmerzen hervorrufst.
Vermeide in dieser Phase auch Drehbewegungen der Wirbelsäule, da so die Bandscheiben noch weiter belastet werden.
Mach noch zusätzlich kleine Spaziergänge, um den Stoffwechsel in der Bandscheibe noch mehr anzukurbeln.
In dieser Phase des Bandscheibenvorfalls solltest du hauptsächlich Kraftübungen machen, bei dem der Rücken gerade bleibt. Hier bieten sich isometrische Übungen, sowie Autostabilisationsübungen und propriozeptives Training an.
Im Fitnessclub bietet sich das Ausdauergerät „Liegefahrrad“ an

Bandscheibenvorfall – Die Stabilisierungsphase
In dieser Phase bist du zunehmend belastbarer und die Arbeitsfähigkeit kommt langsam wieder zurück. Nach Bewegung sollte nun kein Schmerz mehr zu spüren sein.
Nun solltest du auch die Trainingsintensität ein wenig steigern. Trotzdem bleibt die Intensität unter 30% der Maximalkraft (Stoffwechseltraining)
Absolviere ein Ganzkörpertraining, um die Muskulatur wieder zu stärken.
Integriere komplexere Bewegungsabläufe in deinen Trainingsplan, um das Zusammenspiel verschiedener Muskelgruppen zu verbessern (Treppen steigen, Kniebeugen, Zehengang, Einbeinstandübungen, Wackelübungen) Wenn du dich ein wenig auf meiner Website umschaust, wirst du dort einige solcher Übungen finden.
Ausgleich muskulärer Dysbalancen in der Lenden- Becken-Hüft-Region sollten erarbeitet werden
Training der Körperwahrnehmung, Schulung von Gleichgewichts-, Differenzierungs- und Rhythmusfähigkeit
Hinzunahme von mehr Mobilisation- und Dehnungsübungen, um deine ursprüngliche Beweglichkeit wieder zu erlangen.
Als zusätzliches Cardiogerät kann der Stepper hinzugenommen werden (Rotationskomponente)

Bandscheibenvorfall – Aufbauphase
Du bist jetzt überwiegend beschwerdefrei? Nun solltest du deine Belastbarkeit auf das ursprüngliche Niveau aufbauen.
Du kannst deinen Körper wieder stärker belasten. Die Intensität beim Krafttraining kann nun mit über 30% der Maximalkraft ausgeführt werden. 15-25 Wiederholungen, 2-3 Sätze im Kraftausdauerbereich.
Später kann die Intensität wieder auf über 50% der Maximalkraft gesteigert werden.
Mobilisationsübungen in sämtliche Richtungen sollten gemacht werden, um den Stoffwechsel der umliegenden Strukturen zu fördern
Durch Schonhaltung verkürzte Muskeln sollten jetzt verstärkt gedehnt werden
Ausdauertraining ist wieder mit Oberkörperergometer, Laufband, Stepper und Fahrradergometer erlaubt

Bandscheibenvorfall – Präventionsphase
Um weitere Rückenleiden vorzubeugen, macht es Sinn, deine Fitness noch weiter zu steigern. Dabei sollten Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordinationsfähigkeit gleichermaßen verbessert werden.
In dieser Phase sind wieder alle Übungen, die keine Schmerzen verursachen, erlaubt.
Die Intensität der Kraftübungen kann nun wie bei rückengesunden Menschen genutzt werden. Hier bietet sich das sogenannte Hypertrophietraining an, mit ca. 70% der Maximalkraft und 8-15 Wiederholungen und 3-6 Sätzen pro Übung.
Später sollte auch wieder schweres Heben (Kreuzheben) und Beugen (Kniebeugen) möglich sein.
Leider sind standardisierte Trainingspläne gerade in der Rehabilitation bei Wirbelsäulenpatienten nicht angebracht. Die individuelle Schmerzentwicklung und der Rehabilitationsverlauf können sehr unterschiedlich sein. Somit kann ich dir zwar Richtlinien im Makro- und Mikrozyklus gegeben, du solltest aber trotzdem eine individuelle Anpassung durch einen geschulten Therapeuten vornehmen lassen.
(Quelle: Osteovital.net->http://www.osteovital.net/training-nach-bandscheibenvorfal…/)

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